Den eigenen Hauttyp zu kennen ist der erste Schritt, um nicht mehr wahllos Produkte zu kaufen. Doch genau hier entsteht oft Verwirrung: Hauttyp und Hautzustand sind zwei verschiedene Dinge, die ständig verwechselt werden.
Dermatolog:innen unterscheiden 5 Hauttypen: trocken, fettig, normal, Mischhaut, empfindlich. Der Typ wird durch die Sebumproduktion bestimmt und bleibt relativ stabil. Dehydrierung und Empfindlichkeit dagegen sind Zustände: Sie können bei jedem Hauttyp auftreten. Ein einfacher Test: Gesicht waschen, nichts auftragen und die Haut nach 2 Stunden beobachten.
01Die fünf Hauttypen
Trocken – wenig Sebum, die Haut spannt, schuppt und wirkt fahl. Fettig – überschüssiges Sebum, Glanz, erweiterte Poren, Tendenz zu Unreinheiten. Normal – ausgeglichen, ohne ausgeprägte Probleme. Mischhaut – fettige T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) bei trockenen Wangen. Empfindlich – reagiert schnell mit Brennen, Rötung, Spannungsgefühl.
02Der „Reines Gesicht“-Test
- Wasche dein Gesicht abends mit einem milden Produkt.
- Trage nichts auf – keine Creme, keinen Toner.
- Warte etwa 2 Stunden (oder beobachte am Morgen).
- Achte auf die Zonen: Spannungsgefühl und Schuppung → trocken; Glanz im ganzen Gesicht → fettig; Glanz nur in der T-Zone → Mischhaut; gleichmäßig und angenehm → normal.
- Alternativ: Halte ein Löschblatt an verschiedene Zonen und schau gegen das Licht, wo sich Fett abgesetzt hat.
03Typ ≠ Zustand (die häufigste Verwechslung)
Der Hauttyp beschreibt, wie viel Öl die Haut produziert – das ist größtenteils genetisch bedingt und verändert sich nur langsam. Dehydrierung ist ein Mangel an Wasser, nicht an Öl, und kann bei jedem Hauttyp auftreten. Fettige und gleichzeitig dehydrierte Haut ist ein sehr häufiger Fall: dehydrierte Haut.
Empfindlichkeit ist Reaktivität und ebenfalls ein Zustand, kein eigener „fester“ Typ: Sie kann bei trockener, fettiger oder normaler Haut auftreten und steht oft im Zusammenhang mit dem Zustand der Hautbarriere: Barriere-Aufbau.
04Häufige Fragen
Kann sich der Hauttyp ändern?
Ja. Alter, Hormone, Jahreszeit und Klima beeinflussen ihn. Im Winter bei Heizungsluft kann die Haut trockener werden, im Sommer fettiger. Deshalb lohnt es sich, den Test regelmäßig zu wiederholen.
Ich habe fettige Haut – muss ich trotzdem befeuchten?
Ja. Fettigkeit betrifft das Öl, aber die Haut braucht auch Wasser. Für fettige Haut eignet sich eine leichte Gel-Creme; wird die Feuchtigkeitspflege ausgelassen, steigert das oft nur die Sebumproduktion.
Wir stützen uns auf dermatologische Quellen:
Dieser Inhalt dient der Aufklärung und ersetzt keine dermatologische Beratung.