Hautzustand

Verlust der Festigkeit: Was den Tonus unterstützt

Festigkeit basiert auf Kollagen und Elastin in der Dermis. Pflege kann unterstützen, aber Erschlaffung „straffen“ Cremes nicht – das ist Aufgabe von Behandlungen.

Notela Redaktion
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„Lifting-Creme strafft die Gesichtskontur“ – klingt verlockend, funktioniert aber nicht so. Festigkeit beruht auf Kollagen und Elastin in der Dermis. Pflege kann diese unterstützen, echte Erschlaffung lässt sich mit Cremes jedoch nicht beheben. Wir zeigen, was möglich ist und was nicht.

Kurz gesagt

Festigkeit entsteht durch Kollagen und Elastin in der Dermis, die mit dem Alter und durch UV-Strahlung abgebaut werden. Pflege kann ihre Bildung unterstützen (Retinoide, Antioxidantien, Peptide) und das Hautbild verbessern. Ausgeprägte Erschlaffung (Ptosis) hängt jedoch mit Volumenverlust und Schwerkraft zusammen und lässt sich nur durch Behandlungen „straffen“, nicht durch Cremes.

01Woher Festigkeit kommt

Festigkeit und Dichte der Haut hängen von Kollagen- und Elastinfasern in der Dermis ab. Mit dem Alter sinkt ihre Synthese, UV-Strahlung beschleunigt den Abbau (über MMP-Enzyme). Die Folge: Die Haut verliert an Dichte, es entstehen Erschlaffung und Hängepartien. Die Strategie ist daher zweigeteilt: Abbau bremsen (SPF, Antioxidantien) und Synthese anregen (Retinoide).

02Was den Tonus unterstützt

  • SPF – reduziert den UV-bedingten Kollagenabbau; Basis der Prävention: SPF.
  • Retinoide – regen die Bildung von Prokollagen an: Retinoide.
  • Antioxidantien – neutralisieren freie Radikale: Antioxidantien.
  • Peptide – sanfte signalgebende Unterstützung für Kollagen: Peptide.
SPFRetinoideAntioxidantienPeptide

03Wo die Grenze von Cremes liegt

Pflege verbessert tatsächlich die Dichte und das Hautbild und bremst die Verschlechterung. Geht es aber um ausgeprägte Erschlaffung der Gesichtskontur und Hängebäckchen, liegt das an Volumenverlust, Fettumverteilung und Schwerkraft – daran ändern Cremes nichts. Hier helfen apparative und injizierbare Behandlungen beim Arzt. Realistische Erwartungen sparen Geld.

04Häufige Fehler

  • Eine „Straffung der Gesichtskontur“ von einer Creme erwarten. Erschlaffung lässt sich mit Cremes nicht beheben.
  • SPF vernachlässigen. UV-Strahlung beschleunigt den Kollagenabbau – die Festigkeit geht schneller verloren.
  • Aggressive Wirkstoffkuren. Reizung schadet der Haut, statt sie zu straffen.
  • Nach Kollagen in den Inhaltsstoffen suchen. Das Molekül ist zu groß, um die Dermis von außen zu „ergänzen“ – wichtiger ist es, die eigene Produktion anzuregen.

05Häufige Fragen

Füllt eine Creme mit Kollagen das Hautkollagen auf?

Nein. Das Kollagenmolekül ist zu groß, um in die Dermis vorzudringen und sich „einzubauen“. Sinnvoller sind Inhaltsstoffe, die die eigene Kollagenproduktion anregen – Retinoide, Peptide, Antioxidantien in Kombination mit SPF.

Helfen Gesichtsmassagen und Gesichtsgymnastik?

Sie verbessern die Durchblutung und das Gefühl von Straffheit, stellen aber kein Kollagen wieder her und beseitigen keine Erschlaffung. Als angenehme Ergänzung ja, als Ersatz für Pflege und Behandlungen nein.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine dermatologische Beratung. Bei Fragen zu Behandlungen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.