Die Haut an den Händen altert und trocknet schneller aus als die Gesichtshaut: häufiges Waschen, Desinfektionsmittel und Wetter setzen ihr besonders zu. Eine gute Creme füllt Lipide auf und bindet Feuchtigkeit – die Wahl hängt davon ab, was du brauchst: ein leichtes Produkt für den Alltag unter Make-up und an der Tastatur oder eine reichhaltige Pflege für rissige Haut. Wir haben sechs Handcremes – nach Anliegen – zusammengestellt und zeigen, worauf du bei den Inhaltsstoffen achten solltest.
Kurz nach Anliegen: für den Alltag – leicht, ziehen schnell ein, hinterlassen keinen Film (Round Lab Birch Juice, leichte koreanische Cremes). Sehr trockene und rissige Haut – reichhaltig, mit Ceramiden und Ölen (CeraVe, La Roche-Posay Cicaplast). Empfindliche und allergieneigende Haut – ohne Duftstoffe, mit beruhigenden Inhaltsstoffen (Aveeno, La Roche-Posay). Nach jedem Händewaschen anwenden, nachts eine dicke Schicht. Achte auf Ceramide, Glycerin, Öle und Panthenol; vermeide starke Duftstoffe bei reaktiver Haut.
01Zuerst: Was in einer Handcreme wichtig ist
Eine Handcreme erfüllt zwei Aufgaben: Feuchtigkeit binden (Glycerin, Hyaluronsäure, Urea) und sie versiegeln (Öle, Sheabutter, Ceramide, Squalan). Für empfindliche Haut ist wenig Duftstoff wichtig. Die Textur richtet sich nach dem Alltag: Wenn die Hände ständig im Einsatz sind, eignet sich eine leichte Creme, die schnell einzieht; bei rissiger Haut ist ein reichhaltiger Balsam sinnvoll, besonders nachts. Trage die Creme nach jedem Waschen auf: Wasser und Seife spülen Lipide aus, und ohne Nachfüllen trocknet die Haut immer wieder aus.
02Für den Alltag
Round Lab Birch Juice Moisturizing Hand Cream. Leichte koreanische Creme auf Basis von Birkensaft – spendet Feuchtigkeit und zieht schnell ein, ohne einen fettigen Film zu hinterlassen, sodass die Hände sofort wieder einsatzbereit sind. Für normale und leicht trockene Haut, für die tägliche Anwendung. Aus dem Praxistest der Redaktion: Optisch wirkt sie reichhaltig und „fettig“, auf der Haut ist sie aber leicht und überhaupt nicht klebrig – sie zieht schnell ein, die Hände rutschen nicht. Der Duft ist mild, aber recht intensiv – Geschmackssache. Praktisch, um sie auf dem Schreibtisch stehen zu haben und tagsüber zu nutzen.
Leichte Creme mit Glycerin und Panthenol (zum Beispiel Neutrogena Norwegian Formula). Konzentrierte Glycerin-Formeln ziehen schnell ein und halten die Feuchtigkeit auch bei häufigem Waschen gut. Für trockene Haut, die keine schweren Texturen mag. Eine kleine Menge reicht lange.
03Sehr trockene und rissige Haut
CeraVe Therapeutic Hand Cream. Reichhaltige Creme mit drei Ceramiden und Hyaluronsäure – unterstützt den Barriere-Aufbau und bindet Feuchtigkeit langfristig, hilft bei Schuppung und Rissen. Ohne Duftstoffe. Für sehr trockene und dehydrierte Handhaut. Großzügig nachts auftragen. Eine gute Wahl, wenn die Haut regelmäßig reißt.
La Roche-Posay Cicaplast Mains. Regenerierender Handbalsam mit Panthenol, Glycerin und Niacinamid – für sehr trockene, raue und geschädigte Haut, lindert schnell das Spannungsgefühl. Für rissige Haut und Hände, die häufig gewaschen werden. Reichhaltig, zieht aber ohne Klebrigkeit ein.
04Empfindliche und allergieneigende Haut
Aveeno Skin Relief Hand Cream. Creme mit Hafer und ohne Duftstoffe – beruhigt gereizte, zu Ekzemen neigende Haut und sorgt für mehr Komfort. Für empfindliche, trockene und reaktive Haut. Eine gute Option, wenn normale parfümierte Cremes Beschwerden auslösen.
Creme mit Ceramiden ohne Duftstoffe (neutrale Apothekenformel). Für reaktive Haut sind einfache Inhaltsstoffe am sichersten: Ceramide, Glycerin, Öle – ohne Duftstoffe und Alkohol am Anfang der Liste. Für allergieneigende Haut. Mach vor der regelmäßigen Anwendung einen Patch-Test in der Armbeuge.
- Die Hände nur einmal täglich eincremen und auf Ergebnisse warten. Jedes Waschen spült Creme und Lipide wieder ab. Trage die Creme nach jedem Kontakt mit Wasser und Seife auf.
- Die Creme nach dem Duft auswählen. Starke Duftstoffe sind eine häufige Ursache für Reizungen bei trockener und reaktiver Haut. Bei empfindlicher Haut lieber zu Produkten ohne Duftstoffe greifen.
- Die nächtliche Pflege vernachlässigen. Nachts regeneriert sich die Haut am besten; eine dicke Schicht Creme (auf Wunsch mit Baumwollhandschuhen) hilft rissigen Händen deutlich.
- Den Sonnenschutz auf dem Handrücken vergessen. Hände altern durch Sonne genauso wie das Gesicht; im Sommer solltest du der Tagespflege Schutz hinzufügen.
- Risse und blutende Stellen einfach hinnehmen. Wenn die Haut bis zum Bluten aufreißt und nicht heilt, ist das ein Fall für den Dermatologen, nicht nur für die Creme.
05Was du je nach Anliegen kaufen kannst
Für den Alltag
Sehr trocken / Risse
Empfindlich / Allergie
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06Häufige Fragen
Wie oft sollte man Handcreme auftragen?
Nach jedem Händewaschen und immer, wenn sich die Haut trocken anfühlt, außerdem unbedingt abends. Regelmäßigkeit löst das Problem der Trockenheit – nicht die „Reichhaltigkeit“ einer einzelnen Creme.
Was unterscheidet eine Handcreme von einem Handbalsam?
Balsame sind reichhaltiger und fettiger, mit einem höheren Anteil an Ölen und Wachsen – sie eignen sich für sehr trockene, rissige Haut und die nächtliche Pflege. Cremes sind leichter und tagsüber vielseitiger einsetzbar.
Worauf sollte man bei Rissen in den Inhaltsstoffen achten?
Ceramide, Panthenol, Glycerin, Urea (in niedriger Konzentration), Öle und Sheabutter. Sie unterstützen den Barriere-Aufbau und binden Feuchtigkeit. Bei geschädigter Haut solltest du besser auf Duftstoffe verzichten.
Braucht man Sonnenschutz für die Hände?
Ja, wenn die Hände regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind. Pigmentflecken und Photoaging auf den Handrücken kommen häufig vor; trage im Sommer zusätzlich ein Produkt mit Sonnenschutz auf.
Angaben zu Inhaltsstoffen, Zweck und Anwendung stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und Produktbeschreibungen der Marken:
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Rissen, Blutungen oder Verdacht auf ein Ekzem wende dich an einen Dermatologen.