Körperpflege

Körperpflege: Womit anfangen und was wirklich nötig ist

Körperhaut ist dicker als Gesichtshaut, aber trockener – an Schienbeinen und Unterarmen gibt es kaum Talgdrüsen. Die minimale Pflegeroutine: sanfte Reinigung, Feuchtigkeit auf feuchte Haut und SPF auf freie Hautstellen.

Notela Redaktion
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Der Körper ist keine verkleinerte Kopie des Gesichts. Die Haut ist hier dicker, aber oft trockener: An Schienbeinen und Unterarmen gibt es wenige Talgdrüsen, deshalb spannen und schuppen diese Stellen zuerst. Die gute Nachricht: Der Körper braucht keinen ganzen Regalmeter Produkte. Ein einfaches Minimum reicht – beim Duschen nicht austrocknen, auf feuchte Haut eincremen und freie Hautstellen vor der Sonne schützen.

Kurz gesagt

Die Basis der Körperpflege: kurzes, warmes (nicht heißes) Duschen, ein mildes Reinigungsgel ohne Duftstoff, Feuchtigkeit innerhalb von 3 Minuten nach dem Duschen auf die feuchte Haut auftragen (Creme/Salbe wirken besser als Lotion) und SPF auf freie Hautstellen. Häufige Anliegen wie Trockenheit, „Reibeisenhaut“ (KP) und Akne am Körper werden gezielt zusätzlich zu dieser Basis behandelt. Alles andere ist optional.

01Worin sich Körperhaut vom Gesicht unterscheidet

Körperhaut ist dicker und widerstandsfähiger als Gesichtshaut, aber an vielen Stellen (Schienbeine, Unterarme, unterer Rücken) gibt es weniger Talgdrüsen – daher die Trockenheit und das Spannungsgefühl, besonders im Winter und mit zunehmendem Alter (Xerose tritt häufiger nach dem 50. Lebensjahr auf). Rücken und Brust hingegen sind reich an Drüsen – dort kommt eher Akne vor. Fazit: Der Körper braucht keinen „universellen“ Ansatz, sondern unterschiedliche Pflege je nach Zone.

02Duschen, ohne auszutrocknen

Die Hauptursache für trockene Körperhaut ist das Duschen selbst. Dermatologen empfehlen: 5–10 Minuten, warmes statt heißes Wasser, ein mildes Reinigungsgel (nur dort auftragen, wo es wirklich nötig ist – Achseln, Intimbereich – statt den ganzen Körper einzuseifen), die Haut mit dem Handtuch abtupfen, nicht rubbeln. Harte Waschlappen und Peelings mit Schleifpartikeln braucht es nicht täglich – sie schädigen die Hautbarriere. Rasieren am Ende der Dusche, auf feuchter Haut.

Warmes Wasser 5–10 Min.Mildes Gel ohne DuftstoffCreme > LotionAuf feuchte Haut auftragenSPF auf freie Hautstellen

03Feuchtigkeitspflege: die wichtigste Regel

Ein Feuchtigkeitsprodukt versiegelt die bereits in der Haut vorhandene Feuchtigkeit, deshalb sollte es innerhalb von 3 Minuten nach dem Duschen aufgetragen werden, solange die Haut noch feucht ist. Creme und Salbe halten Feuchtigkeit besser als Lotion; bei sehr trockener Haut eignet sich eine Schicht mit Petrolatum über der Creme. Achte auf: Ceramide, Hyaluronsäure, Glycerin, Urea, Panthenol. Für den Körper wähle fragrance-free – Duftstoffe sind ein häufiger Reizfaktor.

  • Heißes, langes Duschen. Spült Lipide aus und löst Trockenheit und Juckreiz aus.
  • Creme erst eine Stunde später auf trockene Haut auftragen. Der Moment ist verpasst – es gibt nichts mehr zu versiegeln.
  • Den Körper täglich mit einem harten Waschlappen abreiben. Schädigt die Hautbarriere, verstärkt Reizungen.
  • SPF am Körper ignorieren. Arme, Schultern, Dekolleté und Schienbeine altern und verbrennen ebenfalls.
  • „Unscented“ statt „fragrance-free“. Unscented kann einen maskierenden Duftstoff enthalten, der reizt.

04Grundausstattung für den Körper

Minimale Grundausstattung für den Körper. Die Links führen zu YesStyle.

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05Häufige Fragen

Braucht der Körper eine so aufwendige Pflege wie das Gesicht?

Nein. Die Basis (sanfte Reinigung + Feuchtigkeit auf feuchte Haut + SPF auf freie Stellen) reicht für die meisten aus. Wirkstoffe kommen gezielt für ein bestimmtes Anliegen dazu – Trockenheit, KP, Akne.

Lotion oder Creme?

Creme und Salbe halten Feuchtigkeit besser als Lotion, besonders bei trockener Haut. Lotion eignet sich für normale Haut und leichte Feuchtigkeitspflege im Sommer.

Wann sollte trockene Körperhaut zum Arzt führen?

Wenn sie nach ein paar Wochen Pflege nicht besser wird, starker Juckreiz, Risse oder Rötung auftreten – das kann auf atopische Dermatitis, Psoriasis oder eine andere Erkrankung hindeuten; ein Dermatologe sollte das abklären.

Dieser Beitrag dient der Aufklärung und ersetzt keine Beratung durch einen Dermatologen.